Michael Eichhorn (DE)

Kynologisch schon immer interessiert, begann Michael Eichhorn sich fortzubilden und die damals noch “exotische Idee”,  anders zu arbeiten und eine Hundeschule zu eröffnen, begann zu reifen.

Nachdem er auf der Eberhard Trumler-Station war – dort erstellte er unter anderem Ethogramme und war an dem Film “Das Jahr des Hundes” beteiligt –  kam er zu Günther Bloch auf die Hundefarm Eifel.

1992 und 1993 besuchte er zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen bei COAPE in England, wo zum ersten Mal in Europa die neuere Verhaltensforschung in die moderne Hundeerziehung einbezogen wurde. Dort wurde er schließlich auch Dozent.

1993 gründete er das Hundezentrum Pfalz, als einer der ersten hauptberuflichen Hundetrainer Deutschlands.

Durch Dr. Erik Zimen kam er zu CANIS, Zentrum für Kynologie, für das er in Eigenverantwortung weltweite Studienreisen zum Thema Kaniden und Hundewanderungen durchführte. Bei CANIS gehörte er bis 2011 zum Team und war Dozent.

Seit 1998 veranstaltete er Seminare und Hundesymposien für Hundetrainer, -besitzer sowie Tierärzte mit Dr. Erik Zimen, Prof. Ray Coppinger, Dr. Peter Neville und sich als Dozent, im gesamten deutschsprachigem Raum und Großbritannien.

Neben eigenen Veranstaltungen wird er von verschiedenen Hundeschulen und Instituten als Dozent für Seminare, Workshops und Symposien gebucht.

Seine eigenen Hundewanderungen führt er weiterhin europaweit durch.

Michael Eichhorn hatte durch seine vier handaufgezogenen Europäischen Wölfe die einmalige Gelegenheit Wolfsverhalten und -lebensweise direkt für Kunden zu demonstrieren und die Erkenntnisse in den Umgang mit Hunden und von Hunden untereinander deutlich zu machen und mit einzubeziehen.

Nebenbei war er an vielen Kino- und TV-Produktionen mit seinen Wolfshunden und Wölfen beteiligt.

Rassenkunde

Die Vielfalt der Hunderassen ist das Ergebnis gezielter Zucht über viele Generationen hinweg. Hunde wurden für unterschiedlichste Aufgaben selektiert, wodurch sich eine große Bandbreite an körperlichen Merkmalen, Verhaltensweisen und Bedürfnissen entwickelt hat. Die Rassekunde beschäftigt sich mit dieser Vielfalt und hilft dabei zu verstehen, warum Hunde je nach Herkunft und ursprünglicher Verwendung sehr unterschiedliche Eigenschaften mitbringen.

Natürlich wird Verhalten nicht ausschließlich durch die Rasse bestimmt, sondern entsteht im Zusammenspiel von genetischer Veranlagung, Umwelt, Erfahrungen und Erziehung. 

Die Rassekunde bildet eine zentrale Grundlage für ein fundiertes Verständnis sowie für realistische Erwartungen im Umgang mit Hunden. Wer die ursprünglichen Aufgaben und die damit verbundenen Bedürfnisse eines Hundes kennt, kann sein Verhalten besser einordnen und angemessen darauf reagieren.

Dies trägt dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden und sowohl den Hund als auch den Menschen vor Enttäuschungen und unrealistischen Erwartungen zu schützen.

Im Rahmen dieses Seminars werden die wichtigsten Rassegruppen, ihre ursprünglichen Aufgaben sowie typische Verhaltensmerkmale vorgestellt. Ziel ist es, ein differenziertes Bild von Hunderassen zu vermitteln und die Teilnehmenden dafür zu sensibilisieren, den Hund nicht isoliert, sondern im Kontext seiner genetischen Anlagen und individuellen Entwicklung zu betrachten.